Praxiswerdegang

Wie alles begann:

Im Unternehmenskontext arbeiten und eine Therapieausbildung machen:

Direkt nach dem Studium wusste ich: ich möchte das therapeutisch-beraterische Standbein festigen – neben meiner bewussten Entscheidung, mich im arbeits- und organisationspsychologischen Feld in einem Unternehmen zu fokussieren. Inhaltlich hat mich bereits im Studium der systemische Ansatz überzeugt und begeistert. So begann ich vor 30 Jahren meine 3-jährige Ausbildung in systemischer Therapie und Beratung in Hamburg bei Kurt Ludewig und Jürgen Hargens. Ich war Mitte 20 und hatte Lust zu lernen und viel zu bewegen. Meine Idee, berufsbegleitend in einer Praxis stundenweise therapeutisch zu arbeiten, ließ sich nicht realisieren. Dafür war die Psychologie eine zu junge Wissenschaft, die Psycholog:innenstellen alle besetzt und mein Erfahrungshintergrund zu gering. Für die Ausbildungsinhalte war ich total dankbar und sie haben mir im Unternehmenskontext begleitend zum Berufsstart extrem weitergeholfen. Sie haben meine Haltung zu den Menschen, den Themen und den Kontexten geformt und stellen noch heute mein systemisches Fundament dar. Damit begegne ich auch Ihnen u. a. mit der Überzeugung, dass Sie die Lösungen für Ihre Anliegen bereits in sich tragen. Durch meine Fragen und Interventionen halte ich bestenfalls den Steigbügel, damit Sie Ihre eigenen passenden Umsetzungen finden und umsetzen können.

Die Welten verbinden: systemische Ansätze in der Organisationsentwicklung – die Entdeckerinnenfreude jubelt:

Knapp 10 Jahre später hatten die Systemiker:innen viel stärker auch die Organisationen in der Wirtschaft im Blick und es gab Angebote zur Organisationsentwicklung und Supervision. Da bin ich direkt eingestiegen, um diese Inhalte in meiner Führungsrolle zu nutzen und umzusetzen. Auf dieser Basis gestaltete ich Personalentwicklungsinstrumente, Change-Prozesse und meine eigene Führungsarbeit. Wie wichtig es ist, den Kontext und das System, in dem Menschen agieren, genau zu betrachten und dies z. B. in Veränderungsprozessen zu berücksichtigen, wird uns, wenn Sie ein Coaching im beruflichen Kontext suchen, vermutlich aus verschiedenen Perspektiven heraus begegnen – die entsprechenden Werkzeuge dafür bringe ich mit.

Mir Raum geben – Wissen weiter fundieren und Erfahrungen weitergeben:

Nach 20 Jahren Berufserfahrung wurde mein Wunsch unüberhörbar, die Erfahrungen und Kompetenzen, die ich in meinen Ausbildungen und on the job erworben habe, weitergeben zu wollen – in einer Art und Weise, wie es als Führungskraft und Personalentwicklerin unternehmensintern nicht möglich ist. Ich sattelte noch eine systemische Coachingausbildung auf und wählte dafür das Helm-Stierlin-Institut in der deutschen „Heimat“ der Systemiker:innen in Heidelberg. 2012 begann ich nebenberuflich meine Tätigkeit als Coachin in eigener Praxis. Sie finden in mir eine gestandene Führungskraft mit viel Berufserfahrung kombiniert mit einer hohen psychologischen Beratungskompetenz.

Reden reicht nicht – Methodenkoffer ausweiten:

In der praktischen Arbeit als Coachin spürte ich, dass es immer wieder Situationen gab, in denen ich mit meinen vorhandenen Werkzeugen an meine Grenzen stieß. Das waren i. d. Regel hoch emotionale Situationen, in denen mit Reden und Vernunft nicht viel zu erreichen ist. Ich suchte nach weiteren Möglichkeiten und stieß auf Michael Bohne und seinen prozess- und embodyment-fokussierten Ansatz PEP. Das erlebte ich als äußerst hilfreiche Ergänzung und Vervollständigung meines Repertoires. PEP nutzt Klopftechniken bei dysfunktionalen Emotionen wie z. B. Lampenfieber oder anderen starken Gefühlen und ist meist direkt wirksam. Wenn Klopfen nicht hilft, sind kognitive Lösungsblockaden an Bord, denen gezielt Abhilfe verschafft werden kann. D. h. auch wenn starke oder überbordende Gefühle bei Ihnen auftreten, bin ich eine souveräne Begleiterin.

Mir meinen Raum geben:

Nach vier Jahren Coaching in meinen privaten Räumen bot sich eine wunderbare Gelegenheit: in dem Haus, in dem wir seit vielen Jahren leben, wurde eine 1-Zimmer-Wohnung frei, die ich für meine Beratung anmietete. Ich hatte die Gelegenheit, einen Raum ganz nach meinen Vorstellungen einzurichten und ihm die Atmosphäre zu geben, die ich für einen guten Beratungskontext hilfreich, wohltuend und angemessen finde. Diese Gelegenheit habe ich aktiv und mit großer Freude genutzt, das Ergebnis ist entsprechend – so melden es mir meine Kundinnen und Kunden zurück – überzeugen Sie sich selbst.

Embodyment – nächstes Level:

Durch PEP wurde meine Begeisterung für Methoden geweckt, die den gesamten Körper einbeziehen, denn ich stellte fest, wie hochwirksam das ist. So lernte ich über Michael Bohne Gabriela von Witzleben und das Triadische Prinzip kennen, die über die wirksamen Körperberührungen hinaus ganzheitlich den gesamten Körper einbezieht. Hier wird mittels Bodenankern in einem Aufstellungsformat gearbeitet. Die Unterscheidung zwischen Bauch, Herz und Kopf ist das Kernelement der Aufstellung, die als drei zentrale Zentren eines Individuums gemeinsam eine innerpsychische Ganzheit ergeben. Wenn diese drei Zentren in einem guten Zustand und Kontakt miteinander sind, ist das die Grundlage dafür, sich im wahrsten Sinne des Wortes im Einklang mit sich selbst zu fühlen. Wenn Sie in Schwierigkeiten stecken, nicht wissen, wo Sie hinwollen oder Sie irgendwelche Konflikte mit sich oder Ihrer Umwelt austragen, kann es ein hervorragendes Mittel sein, Ihre drei Zentren zu befragen und mit Ihnen die Triade zu begehen.

Es geht immer noch was, meine Entdeckerinnenfreunde jubelt weiter:

Die Erfahrung von Gabriela von Witzleben beinhaltet auch, dass jeder Mensch eine Grundbeheimatung in einem der drei Zentren hat und sich in diesen Zentren jeweils drei Ausprägungen differenzieren lassen. Auf Basis meines systemischen Hintergrundes und dass ich sämtliches Schubladendenken ablehne, fiel es mir zunächst schwer, mich mit einer Idee auseinanderzusetzen zu wollen, die davon ausgeht, dass wir alle in einer bestimmten Struktur geboren und beheimatet sind. Im systemischen Enneagramm geht es jedoch nicht um eine festlegende Typisierung, sondern um das Erkennen der strukturellen Grundlage der eigenen Persönlichkeit. Die Grundidee von Gabriela ist die von neun strukturierten Möglichkeitsräumen. Wenn wir erkennen, in welchem dieser Räume wir beheimatet sind, erfahren wir eine Identitätsstärkung und können uns selbst besser verstehen. In Folge erweitert es die eigenen Handlungsspielräume, ermöglicht eine leichtere Konfliktreflexion und einen leichteren Umgang mit sich selbst und anderen. Meine Neugierde und mein Wunsch nach tieferer Erfahrung und Verstehen ließen mich also auch noch die Ausbildung zum Systemischen Enneagramm-Coach aufsatteln. Diese Zeit hat mich sehr bereichert und mich noch offener für die Verschiedenartigkeit von Menschen gemacht. Ich erlebe noch tiefer, wie unterschiedliches Verhalten für die einzelnen Menschen in ihrer jeweiligen Andersartigkeit einen Sinn macht – Sie können bei mir eine große Offenheit und Toleranz für Ihre Fragestellungen, Ihre Herausforderungen und Ihr Tun erleben. Ich bin gespannt, was als nächstes kommt.